… und der ist hier.
Schon seit Jahren (jetzt in echt!) sage ich mir nach jeder Kabarett- und Kleinkunstveranstaltung: “Mensch, das war so großartig - das muss Du jetzt in die Welt hinausschreien. Und auch rausschreiben. ”
Und heute - heute ist es endlich so weit: Mein erster richtiger Blog. Meiner! Der gehört mir nur ganz allein. Klar, ihr dürft ihn lesen - und wenn ihr lieb seid, dann dürft ihr auch was hinein schreiben. So wie in ein Poesiealbum:
Ein Seehund liegt am Meeresstrand,
steckt seine Schnauze in den Sand.
O möge stets dein Herz so rein
wie diese Seehundschnauze sein.
[Den habe ich soeben im Netzt gefunden - unter :
http://www.brokolinos-kinderwelt.de/poesiealbumsprueche.htm
Jetzt mal ernsthaft: Wer will eigentlich ein Herz wie eine Seehundschnauze haben?]
Aber ich schweife ab. Das passiert mir öfter. Daran müsst ihr euch gewöhnen. Schafft ihr schon.
Also ich gehe in Kaarst zum Kabarett. Nur in Kaarst. Ausschließlich! Wer jetzt nicht weiß wo Kaarst liegt, dem sei gesagt: Iss’ egal. Wenn ihrs dennoch wissen wollt: Dort wo A52 und A57 aufeinandertreffen ist das Autobahnkreuz Kaarst. Dort drumherum findet man ein paar Kirchtürme, ein bisschen Feld, ein paar Häuser und Ikea. Das wars - na ja fast.
Warum ich in Kaarst zum Kabarett gehe ist auch schnell erklärt, schließlich wohne ich hier. Und überhaupt: Nach Kaarst kommen sie alle, obwohl die meisten, glaube ich, Schwierigkeiten haben, uns hier zu finden. Sagen Sie jedenfalls immer wieder. Trotz Navi - wers glaubt.
Alle waren Sie hier: Nuhr, Pispers, Priol, Rether, Hildebrandt, Deutschmann, Schmickler, Ahlig, Jochimsen, Buchholz, Butzko, Evers, Goosen, Jonas, …
Warum also in der Ferne schwitzen, wenn die Kaarster Sonne strahlt so hell. Und das jetzt schon seit fast 20 Jahren. Nächstes Jahr ist es so weit: 20 Jahre Kaarster Kleinkunst und Kabarettfestival. Und ich bin schon fast von Anfang an dabei. Nicht immer und überall - aber ich habe meine Eintrittskarten gesammelt. Voller Stolz darf ich verkünden das ich weit mehr als 100 Künstler live und in Farbe gesehen habe. Nach ja, fast in Farbe - denn ich bin doch ziemlich farbenblind. Will keiner wissen - ich erzähls aber dennoch ganz gern. Keine Party auf der ich nicht das RGB-Farbenmodell erkläre und anschaulich erläutere warum ich Lila und Blau und Grün und Gelb nicht auseinander halten kann.
Da war ich dann mal wieder abgeschwiffen …
Und weil ich eigentlich ein ganz netter Kerl bin, will ich die Welt an meiner Begeisterung für die Kleinkunst teilhaben lassen. Deswegen der Blog. Wenn der ein oder andere mal später feststellen sollte, das ich überwiegend positiv über die Künstler schreibe und den Verdacht hegt, ich bekäme Zuwendungen jedweder Form von den Bühnenzauberern - den muss ich schon jetzt - bevor ich eigentlich richtig angefangen habe schon mal zurechtweisen. Dem ist nicht so. Ich bin einfach so positiv. Und ich verspreche, wenn mir mal was nicht gefällt schreibe ich das auch! Großes Indianerehrenwort. Das heißt ja auch nicht, das das dann schlecht sein muss. Beispiel: Piet Klocke. Ja, der war auch mal da. Hier in Kaarst. Mit Susi Sonnenschein. Das Kaarster Publikum war total aus dem Häuschen. Die haben sich echt scheckig (schekisch? scheckich?) gelacht. Und ich saß da und war sprachlos. Ich fand das unlustig. Aber damit war ich echt ganz allein - Wie einsam man doch ist, wenn man inmitten 500 anderer Menschen der einzige ist, der sich nicht freuen kann. Kein Mitleid bitte - oft genug kommt es vor, das es genau umgekehrt ist …
Heute hatte ich also mal wieder Karten. Und ich war begeistert. So begeistert, das ich spontan einen Blog anfange - wie ihr sehen könnt. Gesehen, gehört - und vor allem erlebt habe ich heute Jess Jochimsen und Sascha Bendiks. Und wie das war, lest ihr in meinem zweiten Eintrag hier …




13/01/2009 at 01:10 Permalink
Wow - das hab ich jetzt aber echt schön gesagt - findet ihr nicht?