Für wie erotisch haltet Ihr (und mit ihr sind jetzt vorwiegend die Männer gemeint) es, wenn eine Frau euch zuruft: Mach mir den Frosch? Ja, ihr habt richtig gehört (ok - gelesen), den Frosch! Keinen Hengst, nicht die Dogge und auch keinen Schwan - sondern einen Frosch hat sich die Dame aus der zweiten Reihe von Jess Jochimsen gewünscht. Und er hat ihr den Wunsch erfüllt! Die -gefühlt- mindestens zwei Meter lange Zunge ausgerollt, Backen aufgeblasen - und schon war er für Sekunden in seiner Paraderolle aus früheren Programmen.
Wusstet Ihr übrigens, dass der Krallenfrosch früher als Schwangerschaftstest benutzt wurde? Echt! Hier kann man das nachlesen …
Das selbstmordgefährdete und zynische Krötentier. Eine ganz große Rolle - die er heute nur kurz bediente. Aber vermisst habe ich die Kermitnummer nicht - dafür war das Programm einfach zu kurzweilig und abwechslungsreich. Ich habe den Jess (Eyh - darf ich dich duzen?) jetzt schon zum dritten Mal hier in Kaarst gesehen. Zum ersten Mal hat er auch ‘richtig’ Musik gemacht. Klar in früheren Programmen hat er auch mal auf der Gitarre geschrammelt - aber jetzt zusammen mit Sascha - das ging ganz gut ab. Und dennoch hatte ich nicht den Eindruck einen ganz neuen Jess zu sehen. Uns das ist auch Wowereit. Will sagen: Gut so! Die beiden ergänzen sich prächtig. Ein bisschen Singsang, ein bisschen aus dem Poesiealbum lesen, einige Kindheitserinnerungen von Jess, ein wenig filosofieren (müsste man ja jetzt so schreiben dürfen - oder?) und danach eine zusammen auf der Bühne rauchen. Schon ist der Abend vorbei. Schade!
Was ist das denn jetzt eigentlich was die Beiden da machen. Wir müssen das jetzt ja mal in eine Schublade stecken: Kabarett? Nein - dazu war es zu wenig politisch. Obwohl Jess eine Heidenspaß hatte, das die CSU ausgerechnet heute die absolute Mehrheit in Bayern verpasst hatte (den ganzen Abend skandierte er: nur 43%).
Also kein Kabarett - dann muss es ja Comedy sein. Hmmm - damit tue ich mich auch schwer. Comedy ist für mich Schenkelklopfer. Humor der brachialen Sorte:
Lachst du jetzt nicht lauter
auf die Fresse dir haut er
Nein - die Schublade bleibt für die Beiden zu. Es muss doch noch was anderes geben. So ein Kästchen in das man auch Dieter Nuhr, Eckard von Hirschhausen, Vince Ebert und Werner Koczwara stecken würde. Aber was für einen Namen gibt man diesem Schatzkästchen? Intellektuelle Ironie? Selbstkritsche Selbstzweifler? Zynische Zweifler?
Ha - ich weiß es: Ich nenn’ Sie einfach Moderne Philosophen - das ist gut. Und mir wirklich grad im Moment eingefallen. Wenn jemand etwas noch Besseres weiß - der möge es jetzt sagen oder für immer schweigen. Wer sich jetzt imemr noch so recht vorstellen kann, was ihn im Programm von Jess Jochimsen und Sasche Bendiks erwarten, schaut sich einfach mal ein paar Ausschnitte und Video bei YouTube an.
Komm Jess, mach mir auch den Frosch!





22/02/2009 at 15:28 Permalink
ja, die beiden sind schon ziemlich gut. Habe sie zwar noch nicht live gesehen, aber schon auf youtube.
25/09/2010 at 08:46 Permalink
Gute Bezeichnung!
Und schönes Weblog. Nicht aufhören, hier zu (be)schreiben, ok?
LG
Renate