
Also, wie fange ich an … Vielleicht so: Einmal im Jahr findet ja bei uns hier im Städtchen die Mammutveranstaltung ‘Kaarst Total’ statt. Da gibt es immer viel zu sehen und vieles davon ist richtig gut. Einiges ist natürlich auch eher durchwachsen. Aber einige wenige Perlen sind hammermäßig genial. Was genial ist und was bloßer Durchschnitt, entscheidet der persönliche Geschmack. Ich gestehe, D.J. Ötzi und Bellini sind solche Acts die für mich eher Durchschnitt sind - und das ist wohl wollend umschrieben. Begeistert dagegen hat mich der Meister, also Gulido Horn. Selbst auf der kleinsten Bühne schwitzt er sein letztes (und einziges?) Hemd voll - Großartiger Einsatz, der dem Publikum jederzeit den erforderlichen Applaus entlockt.
Aber so ganz und gar hin und weg war ich bei Mayqueen. Obwohl ‘nur’ eine Coverband vermochte mich die Art und Weise wie sie die Songs von Queen interpretieren, richtig mitzureißen. Einfach genial!
Vielleicht wird sich der geneigte Leser jetzt fragen, warum ich das alles schreibe, denn die Überschrift suggeriert ja, das es hier um die Queen Kings gehen sollte. Vollkommen richtig und jetzt wird es kompliziert: Irgendwie sind nämlich die Queen Kings auch ein bisschen Mayqueen. Und irgendwie auch nicht … Also das ist so: Die Combo Mayqueen, wie sie vor drei Jahren hier in Kaarst aufgetreten ist, gibt es in der damaligen Form heute nicht mehr. Der Gitarrist hat die Gruppe verlassen. Und mit ihm der Name der Band auch, denn ihm gehören die Namensrechte. Er hat eine neue Band gegründet mit dem alten Namen nämlich Mayqueen. Der Löwenanteil der alten Mayqueenformation, die ja nun nicht mehr Mayqueen heißen durfte, nennt sich nun Queen Kings.
Puuuhhh …
Zwischen den Fans aus dem Mayqueen-Lager und den Queen-Kings-Anhänger tobt nun eine unerbitterliche Schalcht, welche Formation den Titel der besten Queen-Cover-Band tragen dürfe. Man kennt das ja: Entweder Opel oder Golf, Amiga oder Atari, Pink oder Lila …
Ich werde jedenfalls einen Teufel tun und mich in diese Auseinandersetzung einzumischen. Ich habe mir die Jungs die nach Kaarst kommen (also Queen Kings formerly known as Mayqueen) angesehen und war, wie gesagt total aus dem Häuschen. Gänsehaut garantiert. Und das Beste: Das Konzert ist unbestuhlt. Also mit Headbanging. Ich war jetzt schon vier Wochen nicht beim Friseur damit meine nicht vorhandene Lockenpacht so richtig zum schwingen kommt …
Also den 7.2.2009 schon mal dick im Kalender anstreichen!
(das Video ist übrigens ein richtiges Amateurvideo - die Qualität entsprechend…)




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