Von echtem Schroth und Korn!


Horst Schroth

Das Wortspiel in der Überschrift wird mir Herr Schroth sicherlich verzeihen, auch wenn es sicherlich schon hundertfach gemacht worden ist. Aber so unbedeutende Blogger wie ich es einer bin dürfen einfach keine Pointe auslassen, damit die Leser nicht ausbleiben - also nochmals sorry, Herr Schroth …

Manchmal gibt es Künstler, bei denen es mir sehr schwer fällt, mir vorzustellen, dass jemand ihn noch nicht gesehen haben könnte. Horst Schroth gehört für mich dazu: Ich selber habe ihn inzwischen in Kaarst schon fünfmal gesehen und dementsprechend bin ich der Meinung, das er inzwischen doch sozusagen jedermann gehöre. Ich würde erwarten, das er ein Fußballstadion füllen könnte mit seinen Auftritten. Aber halt, das war ja ein anderer. Obwohl, so sehr hinkt der Vergleich zwischen Mario Barth und Horst Schroth nicht. Also gut: Rein äußerlich betrachtet wird aus dem Hinken ja eher eine Amputation aber inhaltlich sind die Beiden sich sehr ähnlich. Bei beiden Künstlern geht es um die Beziehung zwischen Mann und Frau, zwischen zwischen wohnen und rödeln, zwischen Katz und Hund. Beide bringen dieses uralte und ewig junge Thema auf ihre ganz persönliche Weise auf den Tisch. Mario Barth hektisch, mit vollem Körpereinsatz und großen Flüssigkeitsverlusten - Horst Schroth dagegen ganz Gentlemen-Like in Grand Manier - äh - Grand Seigneur Stil. Im Smoking und mit Zigarre, wohlgesetzten und -pointierten Worten.

Was sich bei  Mario Barth wie Blödsinn anhört, bekommt bei Horst Schroth Hintersinn, wo beim Jungen Hektik regiert, zeigt der Alte Souveränität. Während Mario Barth Comedy macht, zeigt uns Horst Schroth, wie amüsant unpolitisches Kabarett sein kann. Und auch wenn das Foyer des AEG nicht ganz die Dimensionen eines Berliner Olmypiastadions erreicht - ausverkauft wird des dennoch sein!

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Zeitungsartikel: Herrenabend Katerfrühstück Null Fehler

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