Let’s remember: Till & Obel


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Heute bin ich ein bisschen melancholisch - aber auf positive Weise. Geht das überhaupt? Positiv Melancholisch? Ich habe heute mal ein wenig in meinen alten Eintrittskarten geblättert, um zu sehen, über wen ich denn mal schreiben könnte. Dabei bin ich zwangsläufig über die erste Karte gestolpert, die ich noch in meinem Besitz habe. Sie datiert auf den 16.Oktober 1993 - also ist sie jetzt schon 16 Jahre alt. Ich bin zwar auch schon früher in Kabarett und Comedy-Veranstaltungen gewesen aber erst mit dieser Veranstaltung habe ich angefangen die Karten zu sammeln. Und irgendwie sind diese Jungs damit auch Schuld daran, dass es diese Seite hier gibt. Denn ich erinnere mich noch sehr gut an diese drei durchgeknallten Typen und meine Begeisterung. Ich war so happy nach der Veranstaltung, ich habe so viel gelacht in dem Konzert … Und das war der Grund warum ich die Karte aufbewahrt habe. Und deswegen gibt es Kabrett.

Und zu Ehren dieser Combo habe ich hier eine neue Rubrik eingeführt: Let’s remember. Ich möchte in dieser Kategorie an Künstler erinnern, die es nicht mehr gibt. Deswegen müssen sie nicht unbedingt eingebuddelt sein (oder wie man ja heute so schön sagt Daisies pushen) sondern sie können sich auch einfach getrennt haben. Das bedeutet in Kürze werden hier zum Beispiel Weber Beckmann zu lesen sein oder U-Bahn Kontrollöre. Aber den Anfang machen Till & Obel. Das bin ich ihnen einfach schuldig. Diese Beiden - Verzeihung, eigentlich waren es ja drei - waren für mich das positivste Beispiel für Comedy das es je gab. Albern bis ins Mark aber eben Könner in der Unterhaltung. Parodie, Slapstick und vor allem witzige Coverversionen von A bis Z.


Unvergessen sind die Parodien auf Peter Maffay, Joe Cocker und M.M. Westernhagen. Wenn ich das heute so im Rückblick betrachte, war es wahrscheinlich eine weise Entscheidung, sich zu trennen. Denn wenn man so wie diese Herren auf Künstler angewiesen ist, die man parodieren kann, frage ich mich, wen sie heute hätten nachmachen wollen. Wie soll man einen komödiantischen Unterschied zwischen Britney Spears, Christina Aguilera, Shakira und einer Barbie darstellen, den es schon in der Realität nicht gibt. Und bei den Männern? Es gibt ja nicht einmal mehr Boybands. Und bei den Solointerpreten hat man kaum mehr die Zeit den Namen auswendig zu lernen und schon hat sie der Orkus wieder verschlungen.

Und was machen die beiden heute?

Till Hoheneder steht mit seinem Programm Herrentorte immer noch auf allen Bühnen der Republik. Außerdem kann man jeden Freitag bei Stern etwas neues von ihm in seiner Rubrik Email von Till lesen.

Andreas Obering genannt Der OBel, tourt mit seiner Tour ‘OBel auf Tour’ durch Deutschland.

Vielen Danks Jungs - ihr habt mir eine verdammt  gute Zeit beschert und dafür bin ich verflucht dankbar!

Und Verzeihung für die schlechte Qualität der Videos - damals gabs noch kein echt noch kein YouTube …

Hier noch mehr Videos

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One Comment on "Let’s remember: Till & Obel"

  1. Kabrett
    Liebmann
    02/04/2009 at 15:16 Permalink

    Das Video ist einfach nur klasse! Besten Dank & weiter so!

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