Alfred Mittermeier – Und es ist doch ein Zuckerschlecken


alfred-mittermeier

Heureka, möchte ich ausrufen. Ich habe gewonnen! Und zwar gleich doppelter Hinsicht. Erstens habe ich zum ersten Male Karten für eine Veranstaltung hier in Kaarst bei der NGZ gewonnen. Und zwar ausgerechnet für Alfred Mittermeier. Von dem ich Euch ja versprochen habe, noch zu berichten, wenn ich ihn den gesehen habe. Jetzt habe ich ihn gesehen. Also: Versprochen ist versprochen und jetzt wird nicht mehr gebrochen. Oder so ähnlich …

Und damit komme ich zu meinem zweiten Gewinn: Der Veranstaltung. Ich gebe es ja zu, ein klein bisschen skeptisch war ich ja schon. Spielt Alfred Mittermeier nur den ‚Ich bin der Bruder’-Bonus aus oder ist er tatsächlich ein eigenständiger Künstler. Meine Antwort darauf: Ja, das ist er! Er hat eine vollkommen eigene Art sein Programm zu präsentieren. Und damit soll aber auch genug sein mit dem ständigen Vergleich zwischen den bei Brüdern Alfred und Michael Mittermeier.

Comedy oder Kabarett? Nichts von alledem

In meinem ersten Artikel zu Alfred Mittermeier habe ich ihn die Kabarettecke gedeutet. Aber ich glaube, da ist er nicht so richtig aufgehoben. Aber in der Comedyecke hat er meines Erachtens auch nichts zu suchen: Mit Mario Barth, Paul Panzer und Cindy aus Marzahn in einen Karton gesteckt zu werden – das möchte man doch keinem ausgewachsenen Künstler antun – oder?

Ganz klar: Bei mir gibt es ja noch die schöne Nische Moderne Philosophen. Da gehören Dieter Nuhr, Dr. Eckart von Hirschhausen und Vince Ebert hinein. Das ist die richtige Schublade. Dort gehört er hinein.

Alfred Mittermeier pendelt fröhlich und wortgewandt zwischen den verschiedensten Themen hin und her. Als nicht zu überhörender (aber gut verständlicher) bayrischer Landsmann darf natürlich auch bei ihm eine Stoiber-Parodie nicht fehlen. Und immer mal wieder nimmt er Bezug auf aktuelle politische Themen – allerdings ohne Zeigefinger, sondern mehr auf unterhaltsame Art und Weise.

Die Mutter singt und wir freuen uns

Köstlich sind aber auch seine Ausflüge in die eigene Familie vor allem seine Mutter, aktive Sopransängerin, ist eine Art Running Gag im Programm, der sehr gut funktioniert. Alfred Mittermeier gelingt es wirklich mühelos zwischen den unterschiedlichsten Themen hin- und her zu springen und dabei prächtig zu unterhalten. Mir haben die mehr als zwei Stunden Programm jedenfalls prächtig Freude bereitet. Und das nicht nur, weil ich die Karten gewonnen habe…

Ein Kritikpunkt hätte ich aber noch anzubringen: Alfred, falls Du das liest: Das Bild auf Deinem Plakat finde ich ausgesprochen albern. Wenn man mich auf einer Kellerparty nachts um Drei so fotografieren würde, würde ich dem Fotografen die Freundschaft kündigen. Ich weiß nicht was die Geste bedeuten soll, die Du darauf machst – aber bitte, mach sie nicht wieder!

Ansonsten: Klasse!

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One Comment on "Alfred Mittermeier – Und es ist doch ein Zuckerschlecken"

  1. Kabrett
    Goethe
    05/04/2009 at 15:24 Permalink

    Schön mal wieder etwas von Dir zu lesen. Hast Dich rar gemacht …
    Gratuliere zum Gewinn der Karten! Bist Du denn jetzt wieder “aktiv” (bloggen) dabei?

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